Mieterstrom-Projekt in Nordrhein-Westfalen

Echte Energiewende vor Ort: Mieterstrom mit IGSplus und NZR

IGSplus aus Rheine zeigt, wie Mieterstromprojekte im Wohnungsbau erfolgreich umgesetzt werden können. Das Unternehmen versteht sich als Partner für die Konzipierung und Planung von neuester, innovativer Gebäudetechnik und Automatisierung, wie auch Smart Home. Immer mit dem Ziel, grüne Energie direkt zu den Mietern zu bringen – wirtschaftlich, nachhaltig und transparent. In Zusammenarbeit mit NZR wurde ein technisches System entwickelt, das PV-Strom präzise misst, visualisiert und fair abrechnet.

Vor einigen Jahren startete IGSplus mit der Idee, ein Mieterstrommodell für Mehrfamilienhäuser umzusetzen. Ziel war es, erneuerbare Energie direkt vor Ort zu nutzen, ohne dass sie ins öffentliche Netz eingespeist wird. Gleichzeitig sollte eine faire Abrechnung gewährleistet sein, bei der die Mieter nur für den tatsächlich verbrauchten Strom zahlen. Nach intensiver Recherche und rechtlicher Prüfung entschied sich das Unternehmen, die technische Umsetzung gemeinsam mit NZR zu realisieren. Das Ergebnis: mehrere Mehrfamilienhäuser mit je sechs Wohneinheiten, PV-Anlagen auf Ost-West-Dächern und 10-kWh-Speichern.

Technische Umsetzung

Jedes Haus ist mit einer 30 Kilowatt-Peak PV-Anlage ausgestattet, aufgeteilt auf Ost- und Westseite. Ein 10-kWh-Speicher sorgt dafür, dass der Strom auch außerhalb der Sonnenstunden verfügbar ist. Zusätzlich werden Allgemeinstromverbrauch (Treppenhaus, Aufzug, Fahrradgarage) und Mieterstrom getrennt gemessen. Für die Fahrradgarage wurde sogar eine kostenfreie Lademöglichkeit mit grünem Strom integriert – nicht nur praktisch, sondern auch versicherungstechnisch sicherer als das Laden in den Wohnungen. „Wir sind den ganzen Sommer über komplett autark – von März bis Mitte September läuft das Haus aus eigener Kraft.“ so Volker Derwahl, Geschäftsführer IGSplus GmbH.

Das System aus PV-Anlage und Speicher erreicht im Sommer eine nahezu 100-prozentige Autarkie, im Herbst noch etwa 90 Prozent. Über das Jahr gesehen liegt die Selbstversorgung im Schnitt bei etwa 65 Prozent. Das System zeigt, dass selbst ein 10-kWh-Speicher für sechs Wohnungen ausreicht, um den Großteil des Verbrauchs direkt mit Eigenstrom abzudecken.

NZR-Messtechnik und Datenmanagement

NZR liefert die präzise Zählertechnik, die den Stromverbrauch pro Wohneinheit differenziert aufschlüsselt: grüner Anteil aus PV-Anlage, schwarzer Anteil aus dem Netz und Gesamtverbrauch. Die Daten werden digital erfasst, wöchentlich ausgewertet und in einem leicht verständlichen Format an die Mieter weitergegeben. Besonders beliebt ist die „Cookie“-Visualisierung, bei der der grüne Teil des Kreises den Anteil von Grünstrom anzeigt. Die Mieter können so ihren Verbrauch nachvollziehen und ihr Verhalten gezielt anpassen. „Unsere Mieter sehen jede Woche, wie viel grünen Strom sie genutzt haben – das motiviert ungemein. Und der Cookie hat die Tabellen ersetzt – die Leute lieben das!“

Zukünftig plant IGSplus, diese Auswertungen automatisiert und über eine App mit Live-Feedback bereitzustellen, inklusive Push-Nachrichten, wenn gerade grüner Strom verfügbar ist.

 

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